• 27. September 2018

Mythen rund um die Schwangerschaft – aufgeklärt!

Mythen Schwangerschaft Hebammenpraxis Isernhagen

Mythen rund um die Schwangerschaft – aufgeklärt!

1024 683 Hebammenpraxis Christiane Weber

Eine schwangere Frau bekommt oftmals eine Vielzahl von Mythen erzählt, welche teilweise schon seit Ewigkeiten existieren. Mit diesen Erzählungen wollen wir ein wenig aufräumen und Ihnen berichten, was wirklich dahinter steckt!

1. Die Bauchform verrät das Geschlecht

Angeblich soll ein runder breiter Bauch, welcher weiter oben sitzt auf ein Mädchen hindeuten. Eine spitzere Bauchform, welche nach unten zeigt soll jedoch einen Jungen ankündigen. Dieser Mythos entspricht absolut nicht der Wahrheit, viel mehr haben andere Faktoren einen großen Einfluss auf die Form des Bauches: Die generelle Körperform, Körperhaltung, die Größe des Kindes und die Fruchtwassermenge haben erheblichen Einfluss.

2. Ein Mädchen raubt der Mutter ihre Schönheit

Wenn Schwangere unter unreiner Haut oder Haarausfall leiden bekommen Sie oft zu hören, dass ein Mädchen auf dem Weg sei. Bei strahlender Haut und einem glänzenden Teint sprechen wiederum viele von der Ankündigung eines Jungen. Auch wenn viele Frauen von angeblichen Entwicklungen in dieser Richtung berichten, so gibt es auch einige, die das genaue Gegenteil feststellen. Das Äußere der werdenden Mutter gibt also keine feste Erkenntnis auf das Geschlecht des Kindes.

3. Schwangere werden vergesslicher

Hinter diesem Mythos steckt sogar einiges an Wahrheit: Der veränderte Hormonspiegel sorgt nicht selten für das Auftreten einer sogenannten Schwangerschaftsdemenz. Viele Gedanken der werdenden Mutter kreisen um das Baby und den Nestbau und andere Dinge rücken bewusst oder unbewusst in den Hintergrund. Außerdem erschweren andere Faktoren in der Schwangerschaft die Konzentration stark: Wenig Schlaf und andere Beschwerden erleichtern dies nicht gerade. Selbiges gilt übrigens auch für die Phase des Stillens: Auch unter Stilldemenz leiden einige Frauen – Dann sollte Ihre Konzentration und Ihr Gedächtnis aber schnell wieder besser werden!

4. Schwangere müssen doppelt essen

Natürlich ernährt eine Schwangere nicht nur sich selbst, sondern auch das heranwachsende Kind. Deshalb sollte eine ausgewogene Ernährung auch eine große Rolle spielen. Dass die Mengen dann doppelt so groß werden sollten, ist allerdings vollkommen falsch. Der Energiebedarf ist nur ein wenig erhöht und eine Schwangerschaft sollte nicht dazu führen, dass das Doppelte verzehrt wird.

5. Ein Kind mit viel Haar sorgt für Sodbrennen

Sodbrennen gehört eindeutig zu den Symptomen, von welchem viele Schwangere berichten können. Der Mythos, dass dies auf eine spätere Haarpracht des Kindes hindeutet hält sich hartnäckig. Dies ist biologisch dennoch vollkommen unmöglich. Da keine Verbindung zwischen Magen und Gebärmutter besteht, können die Haare des Babys die Mutter überhaupt nicht „kitzeln“ oder gar für Sodbrennen sorgen.
Viel mehr entsteht das Sodbrennen durch die muskelentspannenden Hormone, welche während der Schwangerschaft gebildet werden und für eine Lockerung des Magenschließmuskels sorgen. Auch der verkleinerte Platz, welcher der Magen hat kann zu Sodbrennen führen.

Sie sehen also, dass nur hinter den wenigsten Mythen wirklich etwas dahinter steckt. Und es gibt noch so viel mehr Mythen, mit welchen werdende Mütter konfrontiert werden. Wenn Sie sich aber informieren und mit einem gesunden Misstrauen an diese Aussagen gehen, werden Sie schnell bemerken, welchen Aussagen Sie Glauben schenken können.

Ihre Hebammenpraxis Christiane Weber